4 simple Sparmaßnahmen für Unternehmen


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Unternehmen können auf ganz verschiedene Weisen Geld einsparen.

Wer ein Unternehmen leitet, weiß es selbst: Die laufenden Kosten können so einiges von den Einnahmen verschlingen. Strom, Gas, Wasser, DSL, eventuell Miete, Fahrtkosten, Personal- und Werbeausgaben summieren sich monatlich.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Kosten einzusparen. Darunter der regelmäßige Vergleich der Angebote von Anbietern diverser Dienstleistungen oder die Digitalisierung von Prozessen wie der Zeiterfassung.

  1. Energieeffizienz überprüfen

Jedes Unternehmen verbraucht Energie. In diesem Bereich finden sich zahlreiche Möglichkeiten, den Verbrauch möglichst gering zu halten:

  • Beleuchtung

Allgemein gilt, dass der Energiekostenanteil in Bezug auf die Beleuchtung in handwerklichen, gewerblichen und industriellen Unternehmen um bis zu 70 Prozent gesenkt werden kann. So können beispielsweise in kaum frequentierten Räumlichkeiten Bewegungsmelder angebracht werden. Auch Tageslichtsensoren mit Dimmer helfen, Stromkosten zu reduzieren. Wer Wände und Decken weiß streicht, sorgt für mehr Helligkeit, zudem reflektiert die sogenannte unbunte Farbe sehr gut Licht. Bei sehr hohen Räumen empfiehlt es sich, die Lampen tiefer anzubringen.

T5-Leuchtstoffröhren, LED-Lampen und Eco-Halogenlampen sollten heutzutage eine Selbstverständlichkeit sein. Darüber hinaus halten Leuchtstofflampen länger, wenn elektronische Vorschaltgeräte angebracht werden.

  • Wärmeversorgung

Zur Heizkostensenkung sind zwar teilweise höhere Investitionen erforderlich, jedoch rechnen sich diese schnell. Für erhebliche Energiekosten sorgen beispielsweise Öl- und Stromheizungen, Heizkessel, die älter als sieben Jahre sind, eine lang zurückliegende Heizungsüberprüfung, Wärmeversorgung durch eine Belüftungsanlage oder ein nicht vorhandener Pufferspeicher. Maßnahmen zur Kostenverringerung sind: Nutzung der Abwärme, einer Solarthermie, Holz- oder Pelletheizung, eines Blockheizkraftwerkes (BHWK) oder eines Strahlplattenheizkörpers.

  • Kühlung und Kälte

Etwa 30 Prozent an Energie lässt sich bei Kältetechnik, Klimaanlage und Kühlung einsparen. Der Einsatz von energieeffizienten Techniken gilt als hoher Sparfaktor. Dazu gehört die Optimierung von der Verdampfungs- und Kondensationstemperatur, die Anpassung der Kältemittel auf die Gegebenheiten und die Anbringung von Wärmerückgewinnung.

Empfehlenswert sind zum Beispiel Absorptionskälteanlagen: Die in einem Betrieb anfallende Wärme wird für den Antrieb von Kältetechnik genutzt. Insbesondere bei KWK- und BHKW-Anlagen sowie durch Solarthermie-Technik ist es möglich, die Absorptionskälte sinnvoll zu nutzen. Vorteilhaft sind der geringe Strombedarf, die Wartung und Geräuschentwicklung, eine lange Lebensdauer, die Umweltfreundlichkeit sowie die stufenlose Regelbarkeit.

  • Druckluft

Häufig verlieren Druckluft-Anlagen durch undichte Stellen oder ungenutzte Wärmeentwicklung viel Energie. Auch Verunreinigungen, Anschlussfehler, ineffektive Druckluftgeräte und eine unzureichende Kompressoren-Regelung können dafür verantwortlich sein. Um die Energieeffizienz zu erhöhen, sollte auf eine hochwertige Kompressorsteuerung, Minimierung von Luftlecks, Zeitschaltuhren und Nutzung der Abwärme geachtet werden. Weiterhin sind Druckverluste zu reduzieren und eine minderwertige Technik auszutauschen.

  • Elektromotoren und Pumpen

Wer Pumpen und elektrische Motoren in seinem Unternehmen betreibt, die bereits älter sind, sollte über eine Erneuerung nachdenken. Neue Produkte verbrauchen beispielsweise bei Volllast 100 Prozent, alte 140 Prozent Strom. Bei halber Drehzahl sind es 50 Prozent im Verhältnis zu 80 bis 90 Prozent. Um die Entscheidung für neue elektrische Antriebe zu fällen, erstellt man am besten eine Aufstellung, die Investitionskosten, jährliche Betriebsdauer und die mögliche Energiekosten-Ersparnis beinhaltet.

  • Lüftungsanlage

In vielen Unternehmen kommen Belüftungsanlagen zum Einsatz, die die Luftverschmutzung, Feuchtigkeit und den CO2-Gehalt regulieren. Für die Effizienz spielen Faktoren wie Alter, Bauart des Rohrnetzes sowie die Zusatzleistung (Klima, Heizung) eine Rolle. Verschiedene Maßnahmen reduzieren den Energieverbrauch: Regelbare Lüfter und Sensoren sorgen für Lüftung je nach Bedarf und Luftqualität. Darüber hinaus lohnt sich eine Verringerung der Strömungsgeschwindigkeit, wodurch gleichzeitig Druckunterschiede vermieden werden. Wer einen Wärmeaustauscher einbaut, kann einen guten Teil an Heizkosten einsparen. Für Energieeffizienz sorgt zudem die regelmäßige Reinigung des Filters sowie der Ausbau unnötiger Prozessgeräte.

  1. Regelmäßiges Vergleichen von Tarifen jeder Art 

Ob im Strom-, Gas-, Telefon- oder DSL-Bereich: unzählige Anbieter sorgen für eine große Bandbreite an Dienstleistungen. Es ist nicht ganz einfach, einen guten Überblick zu bekommen, um letztendlich ein passendes Angebot zu finden.

Glücklicherweise macht es uns die Digitalisierung heute leicht: Online findet sich eine Vielzahl an Möglichkeiten, auf einfachste Art und Weise die verschiedenen Offerten zu vergleichen und Verträge direkt abzuschließen. Bei Stromvergleich.de beispielsweise lässt sich ein Gewerbestrom-Vergleich durchführen. Nur wenige Angaben sind erforderlich und man erhält in kurzer Zeit eine Liste mit mehreren in Frage kommenden Anbietern. Gleiches gilt für andere Vergleichsportale. Oftmals kann man sogar direkt über die Seiten den Anbieter wechseln, wodurch ein größerer Aufwand erspart bleibt.


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Das manuelle Führen von Fahrtenbüchern, Zeiterfassungslisten u. ä. raubt täglich wertvolle Arbeitszeit.

  1. Digitale Zeiterfassung

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser, so heißt die Devise bei der Aufzeichnung der Arbeitszeiten. Möchte sich jedoch ein Arbeitnehmer selbst darum kümmern, bedeutet dies – zum Beispiel mit der klassischen Excel-Tabelle – einen hohen Zeitaufwand. In einem Unternehmen bedeutet ein Zeitverlust aber auch gleichzeitig Geldverlust. Daher empfiehlt es sich, eine der zahlreichen Apps auszuwählen, die die Zeiterfassung effizient regeln. Unkompliziert und zügig lassen sich die Tools einrichten. Ein Terminal zur Zeiterfassung oder ähnliche Hardware wird nicht benötigt, wodurch sich gleichfalls Geld einsparen lässt.

Teilweise umfasst die Online-Zeiterfassung auch die Rechnungserstellung, das Fehlzeiten- und Projektmanagement und ein Fahrtenbuch, sodass man keine zusätzlichen Apps für diese Bereiche anschaffen muss.

  1. Größere Bestellmengen ordern

Wer sein Büromaterial ergänzen muss, sollte dies nicht stückchenweise erledigen. Kauft man große Mengen, beispielsweise an Toner oder Papier, ein, profitiert man von einem günstigeren Preis. Auf das Jahr gesehen macht sich eine solche Kostensenkung in jedem Fall bemerkbar.

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