Gebäudereinigung – Aufträge und Ausschreibungen finden

Auftragsgewinnung, Reinigungsbranche, Gebäudereinigung Aufträge

Die Reinigungsbranche in Deutschland zählt circa 20.000 aktive Unternehmen. Mit 616.894 Angestellten (2012) ist sie das beschäftigungsreichste Handwerk hierzulande. Nicht nur deswegen ist der Wettbewerb im Reinigungshandwerk immens, was viele Unternehmen dazu bewegt, sich von der Masse abzusetzen. Heutzutage umfasst beispielsweise die Gebäudereinigung weitaus mehr als nur das Reinigen von Objekten. Zusatzangebote großer Firmen umfassen oftmals Hausmeisterdienste, Sicherheits- und Objektschutz oder auch das komplette Facility Management. Kleine Betriebe haben es somit schwer sich auf dem Markt zu etablieren.

Mit einer durchdachten Kundenakquise und gezielter Werbung können aber auch Gebäudereiniger, die neu in der Branche sind oder noch einen geringen Kundenstamm haben Aufmerksamkeit von potentiellen Kunden erlangen und erfolgreich Aufträge erhalten.
Crewmeister zeigt mit welchen Maßnahmen kleine Reinigungsbetriebe in ihrer Branche durchstarten können.

1. Bei größeren Firmen als Subunternehmer anheuern

Besonders am Anfang lohnt es sich als Subunterneher für größere Betriebe zu arbeiten. Dabei sollte die Arbeit für ein großes Unternehmen als Subunternehmer nicht unbedingt als Kundengewinnung gewertet werden.

Vielmehr eröffnet diese Arbeit die Möglichkeit persönliche Erfahrungen und Referenzen zu sammeln aber auch eine finanzielle Basis für das weitere Wachstum des Kleinunternehmens zu schaffen. Besonders letzteres, der finanzielle Spielraum ist notwendig um beispielsweise auch andere Marketingmaßnahmen zu nutzen.

Oftmals kommt es bei Subunternehmern zu Missverständnissen, wenn es um die Frage geht, wem der Kunde eigentlich gehört. Auf das Innenverhältnis sollten sich beide Parteien im Vorfeld am besten schriftlich geeinigt haben. Das gilt auch für die Arbeitsverantwortung und -verwaltung. Als Subunternehmer ist man immer für die eigenen Arbeitskräfte verantwortlich. Gibt es beispielsweise Probleme bezüglich der ausgeführten Arbeitszeit bei einem Kunden, so ist der Subunternehmer selbst verantwortlich. In diesem Fall kann eine objektive Online-Zeiterfassung Klarheit und Transparenz schaffen.

2. Online Börsen und Ausschreibungen

Weitere Anlaufpunkte um als Gebäudereinigung Aufträge zu generieren sind spezielle Onlinebörsen im Internet. Auf diesen Plattformen können Firmen Aufträge inserieren, aber auch Reinigungsfirmen haben die Möglichkeit direkt Dienste anzubieten. Diese Plattformen sind größtenteils kostenlos mit vielen aktiven Nutzern und somit für Gebäudereiniger, die neu in der Branche sind sehr interessant. Die Auswahl in Onlinebörsen ist meist sehr groß und vielfältig, da hier auch überregionale Angebote zu finden sind.  Oftmals reicht es einfach nur ein Profil anzulegen, um auf Inserate zu antworten oder Dienstleistungen anzubieten. Sehr bekannte Online-Auftragsbörsen sind zum Beispiel Gebäudereiniger-Online, Local24 oder Auftragsbank.

Alternativ zu den Onlinebörsen gibt es auch zahlreiche Ausschreibungen von staatlichen oder kirchlichen Institutionen. Kleinere Aufträge in Schulen oder Kindergärten können auch für kleine Reinigungsbetriebe interessant sein. Bei staatlichen Ausschreibungen sollte man sich an die jeweilige Verwaltungsstelle wenden, bei kirchlichen Ausschreibungen an die zuständige Diözesanverwaltung. Das Ausschreibungsportal „Ausschreibungen-Deutschland“ ist eine zentrale Plattform für solche Aufträge.

3. Digitale und analoge „Visitenkarte“

Auch wenn das Kleinunternehmen erst am Anfang steht, sollte es sich bereits angemessen präsentieren. Insbesondere die gebotenen Leistungen und Preise sind ein entscheidender Faktor für Kunden. Im Idealfall sind diese Informationen für die potentiellen Kunden irgendwo schriftlich hinterlegt, damit diese sich einen Eindruck machen können. Als Werbemaßnahmen außerhalb des Internets bieten sich Visitenkarten an, Werbung auf Fahrzeugen oder auch einer Anzeige in einer Lokalzeitung, die lokale Aufmerksamkeit auf die neue Unternehmung wirft.

Auch im Internet gibt es viele Möglichkeiten auf die neue Unternehmung aufmerksam zu machen. Die „digitale Visitenkarte“, also eine eigene Firmenhomepage, ist auch schon für Anfänger sinnvoll, denn im digitalen Zeitalter suchen Kunden vor allem im Internet nach Dienstleistungen. Ein gut gelungener Internetauftritt kann aber genauso gut Neukunden überzeugen und ist dazu noch in nur wenigen Schritten realisierbar. Zu Beginn kann aber auch ein Firmenprofil in den sozialen Medien ausreichend sein.

4. Mund-zu-Mund Propaganda

Die vielleicht wichtigste Form der Kundenakquise, um in der Gebäudereinigung Aufträge zu generieren sind persönliche Referenzen. Diese sind immer hilfreich und können eine wichtige Basis sein, um aus den ersten Kunden einen breiten Kundenstamm werden zu lassen. Dabei ist es meist das unmittelbare Umfeld, die beruflichen und privaten Kontakte, die bei der Auftragsgenerierung helfen können.

Die meisten zufriedenen Kunden verstehen den mühsamen Prozess der Auftragsgenerierung und helfen gerne mit. Deshalb sollten auch die ersten Kunden über den Neustart in der Branche informiert werden. Natürlich sollte bei der Auftragserfüllung auf eine herausragende Qualität geachtet werden. Das spricht sich schnell rum.

5. Netzwerken

Das Thema Auftragsgenerierung sollte nie ruhen. Der Bedarf an Reinigungsservices ist weitverbreitet und potentielle Kunden könnte man zu jeder Zeit treffen. Egal ob morgens beim Bäcker, bei flüchtigen Gesprächen in Bus oder Bahn oder einer Feier eines Bekannten. Deshalb gilt es immer vorbereitet und im Vertriebsmodus zu sein. Hierbei sind Freundlichkeit und Sympathie der Schlüssel zum Erfolg. Außerdem sollte man immer über das angebotene Leistungsspektrum und den aktuellen Terminkalender informiert bleiben, um individuell auf den potentiellen Kunden eingehen zu können.


Generell gilt es im Reinigungssektor permanent aktiv nach Aufträgen zu suchen. Die hohe Konkurrenz in dieser Branche zwingt gerade Kleinunternehmer konstant nach Neukunden Ausschau zu halten. Dabei haben angehende Reinigungsunternehmer viele verschiedene Möglichkeiten zur Auftragsgewinnung, die je nach Budget und Zeitinvestment implementiert werden können. In jedem Fall sollten angehende Kleinunternehmer in dieser Branche aber auf Netzwerke und Mund-zu-Mund-Propaganda bauen.

Wichtig ist auch unabhängig von der Auftragslage die Kundenakquise und Werbung niemals zu vernachlässigen, denn: „Wer nicht wirbt, der stirbt“. Dieser Satz von Henry Ford ist auch für Gebäudereiniger oberstes Gebot.


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6 Kommentare

  1. Mein Onkel hat eine Firma die auch die Gebäudereinigung macht. In letzter Zeit hatte er jedoch nur wenige Aufträge und ist daher auf der Suche nach Tipps. Punkt 5 ist denke ich wichtig. Du weißt nie, wer dein Kunde werden kann. Mein Onkel ist ein sozialer Mensch, also muss er erfolgreich sein.

  2. Danke für die gesammelten Infos gebündelt! Die kommen uns zu Nutzen, denn wir möchten ein eigenes Unternehmen gründen. Die Reinigungsbranche haben alle attraktiv gefunden. Wenn ein Team bereitsteht, bringt keine Arbeit Angst, danke für die Hilfeleistung!

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