Mindestlohn 2018 – Erhöhung in der Pflegebranche

Der Mindestlohn 2018 wird sich ändern.

Gute Neuigkeiten für alle Angestellte in der Pflegebranche: Der Mindestlohn wird zum 1. Januar 2018 erhöht. Durch eine Verordnung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, welche zum 1. November zunächst formal in Kraft tritt, wird der Mindestlohn 2018 in ganz Deutschland für Mitarbeiter von Pflegeberufen angehoben.

Ost-West Differenz bleibt auch beim Mindestlohn 2018 bestehen

In Westdeutschland und Berlin erhöht sich der Mindestlohn für Pflegekräfte demnach von 10,20 Euro auf 10,55 Euro. In den neuen Bundesländern steigt der Mindestlohn von 9,50 Euro auf 10,05 Euro an. Dies ist aber nur der erste Schritt.

Der zweite Schritt zur Steigerung der Lohnuntergrenze in der Pflegebranche erfolgt schließlich im Jahr 2020. Im Endeffekt verdienen Pflegekräfte in den alten Bundesländern dann 11,35 Euro, während die Angestellten im Osten Deutschlands einen Mindestlohn von 10,85 Euro erhalten. Von dieser Erhöhung profitieren ca. 900.000 in Pflegebetrieben angestellte Mitarbeiter in ganz Deutschland. Trotz der weiteren Erhöhung lässt sich erkennen, dass nach wie vor ein Gefälle zwischen West und Ost besteht. Ob sich dies in den kommenden Jahren ändert bleibt abzuwarten.

Pflegekräfte in Privathaushalten bekommen nur 8,84€

Einen kleinen Wermutstropfen gibt es trotz der Erhöhung, denn die in Privathaushalten angestellten Pfleger und Pflegerinnen sind nicht von dem neuen Branchen-Mindestlohn betroffen. Sie bekommen weiterhin den Bundesweit festgelegten Mindestlohn von 8,84 Euro pro Stunde.

Ob der Mindestlohn 2018 in Ihrer Branche nun erhöht wird oder nicht, er muss weiterhin rechtskonform erfasst und festgehalten werden. Dies schreibt das Mindestlohngesetz vor. Wer dies beherzigt ist auch in Zukunft auf der sicheren Seite und bei einer eventuellen Zollkontrolle bestens vorbereitet.

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2 Kommentare

  1. Wenn man sich einmal genau anschaut, was diese Menschen für Arbeit leisten, dann sollte es selbstverständlich sein, dass sie auch entsprechend entlohnt werden. Es kann nicht sein, dass man hier immer wieder um einen entsprechenden Mindestlohn kämpfen muss.

  2. Ich bekomme 550 Euro Erwerbsminderungsrente. Wo bleibt denn da die Gerechtigkeit? Habe ich keinen Anspruch auf ein menschenwürdiges Dasein???

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